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Projektbeteiligte
Unterhaltungsverband Nr. 53 “West- und Südaue” (UHV 53)
Gewässerallianz Leine-Westaue
Landkreis Schaumburg
Private Flächeneigentümer:innen / Anlieger:innen (Namen aus Datenschutzgründen nicht genannt)
Redeker GmbH
Ausganssituation/Voraussetzungen
Die Bornau entspringt im Bückeberg als strukturreicher Mittelgebirgsbach und fließt anschließend durch die lockere Bebauung des landwirtschaftlich geprägten Ortsteils Obernwöhren. Im Bereich der Hofstellen ist das Gewässer teilweise mit Sandsteinmauern eingefasst. Auf einem Abschnitt von rund 40 m war sie sogar mit einem Betondeckel verbaut, auf dem bis 2021 ein Fachwerkhaus stand.
An das Gewässer grenzen Grünlandflächen und gewässertypische Gehölzsäume (aus Erlen, Weiden, Eschen) an, in denen sich der Bach bei höheren Abflüssen ausdehnen kann.
Durch die Kommunikation zwischen Landkreis Schaumburg, UHV 53 und einigen privaten Grundstückseigentümer:innen haben sich mehrere „Bausteine“ zur naturnäheren Gestaltung eines längeren Gewässerabschnittes in Obernwöhren ergeben. Einige Anlieger:innen sind auf den UHV 53 mit der Bereitschaft zugekommen, Uferbefestigungen und Querbauwerke zu entfernen.
Durchführung
Die Planung dieser Maßnahme hat der UHV 53 im Rahmen der Gewässerallianz Leine-Westaue finanziert durch Landesmittel übernommen. Nachdem die zuständige Untere Wasserbehörde (Landkreis Schaumburg) die Plangenehmigung erteilt hatte, wurden zur Zielerreichung der europäischen Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) folgende Maßnahmen der Gewässerentwicklung durchgeführt:
- Entfernung von Sandsteinmauern und Betondeckeln
- Strukturverbesserung in Sohle und Ufer durch Einbau von Totholz
- Punktuelle Laufverlegung und -verlängerungen, Profileinengungen und -aufweitungen und Anlage von periodisch überspülten Feuchtbermen
- Entwicklung der Uferstreifen durch die Pflanzung von Gehölzen und Erzeugung von Rohboden
- Auenentwicklung durch Anlage einer periodisch trockenfallenden Geländesenken
Die bauliche Umsetzung der Maßnahmen wurde von der Firma Redeker übernommen und von der Gewässerallianz Leine-Westaue finanziert.
Ökologische Bewertung
Die ökologische Aufwertung des Gewässers ist insbesondere durch die Entfernung unnatürlichen Verbaus erfolgt. Das Gewässer hat nun die Möglichkeit sich in Teilstrecken eigendynamisch zu entwickeln. Zudem wurde die Struktur des Gewässers durch den Einbau von Totholz bereichert. Durch variable Fließgeschwindigkeiten wird stellenweise vorhandenes Sandsteinsubstrat freigespült. Dadurch entstehen wertvolle Versteck- und Laichbereiche für Kleinstlebewesen und Fische.
Entlang der Uferstreifen wird eine naturnahe Gehölzentwicklung gefördert und durch gezielte Bepflanzung standortgerechter Gehölze unterstützt. Dies sorgt langfristig für eine Durchwurzelung der Böschung und dadurch ebenfalls für neue Lebensräume sowie eine natürliche Befestigung. Zudem sorgen Gehölze in Zukunft für die Beschattung des Gewässers und verhindern eine zu starke Erhöhung der Wassertemperatur.
Finanzierung und Förderung
Das Projekt wird gefördert durch:
das Land Niedersachsen (Baugeld der Gewässerallianz Leine-Westaue)



